Genau in dem Moment ging meine Tür auf und Tobias stand da. "Darf ich reinkommen?" "Ich dachte, du bist wütend!", sagte ich zu ihm genervt. Ich trat einfach ein und kniete sich plötzlich vor mich hin. "Was wird das?" "Ich möchte mich bei dir entschuldigen. Ich hätte nicht so ausrasten dürfen, aber ich bin nun einmal so schockiert, weil es ausgerechnet der ist, bei dem ich mir schon dachte, dass da was laufen würde. Wieso hast du mich angelogen, Chrissi?" Er sagte das mit ein solchen Enttäuschung und Traurigkeit, dass ich immer mehr Schuldgefühle entwickelte. "Hab ich nie! Es lief nie etwas. Dieser Kuss passierte, weil ich so traurig war und dann war er für mich da, so wie immer und dann fühlte ich mich so wohl und alles. Bist du eifersüchtig?", fragte ich mit einem inneren Grinsen. "Nein, natürlich nicht..." Kurze Pause. "Ok, vielleicht doch. Aber nur weil ausgerechnet so einer wie der Lehrer jemanden wie dich kriegt." Es klang wie ein verstecktes Kompliment, weswegen ich mir ein Lächeln nicht verkneifen konnte. "Aber wir zwei sind nur Freunde, weil es vielleicht besser ist. Ist doch so, oder?" "Wie willst du nur befreundet sein, wenn du offensichtlich nicht über unsere Trennung hinweg bist?" Ich wusste, dass diese Frage sehr böse klang, aber es stimmte schließlich. "Natürlich bin ich nicht darüber hinweg, wenn genau er der Grund unserer Trennung war." Er schrie mich an und sah mich dabei böse an. "Schrei mich nicht so an!", schrie ich aus Angst. Er bemerkte es, stand auf und lockerte dabei seinen Gesichtsausdruck. "Tut mir leid, aber es ist noch so schwer für mich. Ich glaube, dass ich mal eine Nacht darüber schlafen muss und dann können wir morgen weiter reden." Ich nickte und er beugte sich zu mir runter, um mir einen Kuss auf die Stirn zu geben. Ohne weiteres und einen weiteren Blick verließ er wieder mein Zimmer.
Ich verstand gar nichts mehr. Tobias hatte schreckliche Stimmungsschwankungen, als ob er schwanger war. Ich schaltete mein Handy wieder ein und endlich bekam ich eine Nachricht von Chris: "Ohje, hat er sich wieder beruhigt? Wenn etwas ist, kannst du mir gerne schreiben oder mich auch anrufen zur Not. P.S. Der Tag war sehr schön, und ich hoffe, dass du den Kuss nicht bereust." Natürlich bereute ich den Kuss nicht, aber ich wusste, dass es keine gute Idee gewesen ist, weil er schließlich verheiratet war. In dem Moment wurde mir erst bewusst, was es für ihn bedeuten würde, wenn das raus käme. Seine Frau Janna durfte es nicht erfahren, aber ich dachte mir, dass Chris das selbst wusste, weshalb ich ihn nicht daran erinnerte. Ich saß anscheinend sehr lange einfach auf meiner Bettkante, denn als ich auf meine Handyuhr schaute, war es 22:15. Diesmal wollte ich wirklich schlafen, also schaltete ich mein Mobiltelefon wieder aus und kuschelte mich unter die Decke.
Am nächsten Morgen wurde ich von meinem Wecker um 6 Uhr geweckt. Ich klickte einfach auf den Bildschirm, machte aber keine Anstalten, aufzustehen. 5 Minuten später klingelte er erneut, doch wieder war ich nicht bereit aufzustehen. Nach zwei weiteren Malen musste ich mich aber wirklich fertig machen, sonst wäre ich als Zombie in die Schule gefahren. Gerade als ich aufgestanden bin, klopfte es an meiner Tür. "Ja?" "Bist du angezogen?" "Ja, komm rein", sagte ich lachend. Er öffnete die Tür und spitzte ins Zimmer. "Guten Morgen. Wie hast du geschlafen?", fragte ich ihn neugierig. Ich zuckte mit einer Schulter und fragte: "Und du?" "Eigentlich ziemlich gut." "Tut mir leid, dass ich dich gestern so angeschrien hab. Ich hatte es selbst nicht bemerkt, bis du es nicht gesagt hast. Bist du mir sehr böse? Oder noch verschreckt?" Ich lächelte und schüttelte dabei den Kopf. "Ich war wirklich erschrocken, aber irgendwie verstehe ich dich. Trotzdem will ich, dass du dich da bitte nicht einmischst. Es war sowieso nur ein Kuss und dabei bleibt es auch, schließlich ist er verheiratet." Er nickte und lächelte ein wenig. "Was ist so amüsant?" "Du machst dir nur darüber Gedanken, dass er eine Frau hat, aber nicht wie groß der Altersunterschied ist. Das ist ein wenig seltsam." Ich lachte kurz, denn darüber hatte ich natürlich schon nachgedacht, aber: "Tobi, das Alter ist nur eine Zahl." "Zitierst du jetzt Twilight oder was?" Wir lachten beide und dann verschwand ich im Bad, um mich wirklich fertig zu machen. "Steck mal bitte mein Glätteisen in die Steckdose und schalte es auf 210°C", schrie ich in mein Zimmer. Sofort tat er dies auch und ich konnte in Ruhe mein Gesicht vorbereiten. Nach 5 Minuten ging ich zurück und sah, wie Tobi vor dem Spiegel stand und seine Haare mit dem Glätteisen in die richtige Position richtete. "Ach, so machst du das immer", kommentierte ich leicht amüsiert. Er erschrak und verbrannte sich leicht mit dem Werkzeug. "Aua! Man, du hast mich voll erschrocken." "Sorry, wollte ich nicht. Willst du mir dann auch gleich die Haare machen?" "Klar, lass mich nur kurz kalten Wasser auf meine Stirn tun und dann komm ich wieder." Solange suchte ich Klamotten für den Tag und zog mich um, doch dann kam er plötzlich rein. "Ouh ouh, sorry, ich hätte.." "Schon okey", unterbrach ich ihn, "komm einfach rein." Ich zog mein Oberteil über den Kopf und stellte mich dann vor den Spiegel. "Okey, fang an." Er lachte und trat näher. Er glättete meine Haare und zu meinen Erstaunen machte er das wirklich gut. "Du machst das ja schon fast so gut wie ich. Woher?" "Hab Julia auch manchmal die Haare gemacht", sagte er mit einer traurigen Stimme. "Oh.. tut mir leid, dass ich das gefragt habe. Wie geht es dir eigentlich inzwischen nach der Sache?" Er glättete einfach meine Haare weiter und gab keine Antwort. Das war mein Zeichen, dass ich den Mund halten musste.
Nach 15 Minuten war er fertig und ich war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Ich drehte mich um und umarmte ihn: "Danke! Hast du super gemacht." Er lächelte und verließ dann still mein Zimmer. Ich stellte mich wieder vor den Spiegel und musste mich in Lichtgeschwindigkeit schminken, was glücklicherweise gut funktionierte. Um 7:05 war ich dann endlich fertig und musste nur noch meine Tasche vorbereiten. "Hast du deine Tablette genommen?", rief Tobias von unten. Sofort lief ich zu meiner Kommode, wo meine Medikamente waren. "Ja, jetzt. Danke!" Somit konnte ich mit meiner Tasche runter laufen und mir aus der Küche noch einen Apfel schnappen, den ich auf dem Weg essen wollte. "Gehen wir? Es wird Zeit", machte Tobias mir Stress. Ich nickte und zog ihn an seinem Arm nach draußen. Wir zogen uns noch schnell die Schuhe an und liefen langsam los. Er packte seine Zigaretten raus und fragte, ob ich auch eine wollte. Ich dachte kurz nach und nahm sie dann an. "Danke." Wir liefen relativ still nebeneinander zur S-Bahn und gingen dann hoch zum Bahnsteig. Oben trafen wir auf Franziska, Tamara und Sophia. "Hey Leute." Alle drei lächelten mich an und umarmten mich eine nach der anderen. "Ehm, alles okey? Seit wann so begeistert, wenn ihr mich seht?" "Keine Ahnung, wollten dir mal unsere Liebe zeigen." Ich lachte und da fiel es mir ein. Es war Valentinstag. 'Na toll, perfekt. Am Tag zuvor jemanden geküsst, aber am Valentinstag trotzdem single.' Dann fuhr zum Glück auch endlich die S-Bahn ein und in 10 Minuten waren wir an der Schule. Es dauerte keine 2 Minuten und schon erwischte ich mich dabei, wie ich Chris suchte. Ich sah ihn nirgends, aber die Mädels bemerkten, dass etwas nicht stimmte. "Was ist los? Suchst du deine Liebe?" Sie lachten, doch ich fand es nicht so lustig, eher traurig. Sofort ließen sie mich in Ruhe, nur Tobi sah mich an, denn er wusste genau, was los war. An seinem Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, dass es ihm nicht passte, aber irgendwie sah ich auch, dass er besorgt war. Dann gongte es und wir mussten in die Klassenzimmer. Ich hatte natürlich Erdkunde mit der dummen Lehrerin, die mich ständig anmaulen musste.
Am nächsten Morgen wurde ich von meinem Wecker um 6 Uhr geweckt. Ich klickte einfach auf den Bildschirm, machte aber keine Anstalten, aufzustehen. 5 Minuten später klingelte er erneut, doch wieder war ich nicht bereit aufzustehen. Nach zwei weiteren Malen musste ich mich aber wirklich fertig machen, sonst wäre ich als Zombie in die Schule gefahren. Gerade als ich aufgestanden bin, klopfte es an meiner Tür. "Ja?" "Bist du angezogen?" "Ja, komm rein", sagte ich lachend. Er öffnete die Tür und spitzte ins Zimmer. "Guten Morgen. Wie hast du geschlafen?", fragte ich ihn neugierig. Ich zuckte mit einer Schulter und fragte: "Und du?" "Eigentlich ziemlich gut." "Tut mir leid, dass ich dich gestern so angeschrien hab. Ich hatte es selbst nicht bemerkt, bis du es nicht gesagt hast. Bist du mir sehr böse? Oder noch verschreckt?" Ich lächelte und schüttelte dabei den Kopf. "Ich war wirklich erschrocken, aber irgendwie verstehe ich dich. Trotzdem will ich, dass du dich da bitte nicht einmischst. Es war sowieso nur ein Kuss und dabei bleibt es auch, schließlich ist er verheiratet." Er nickte und lächelte ein wenig. "Was ist so amüsant?" "Du machst dir nur darüber Gedanken, dass er eine Frau hat, aber nicht wie groß der Altersunterschied ist. Das ist ein wenig seltsam." Ich lachte kurz, denn darüber hatte ich natürlich schon nachgedacht, aber: "Tobi, das Alter ist nur eine Zahl." "Zitierst du jetzt Twilight oder was?" Wir lachten beide und dann verschwand ich im Bad, um mich wirklich fertig zu machen. "Steck mal bitte mein Glätteisen in die Steckdose und schalte es auf 210°C", schrie ich in mein Zimmer. Sofort tat er dies auch und ich konnte in Ruhe mein Gesicht vorbereiten. Nach 5 Minuten ging ich zurück und sah, wie Tobi vor dem Spiegel stand und seine Haare mit dem Glätteisen in die richtige Position richtete. "Ach, so machst du das immer", kommentierte ich leicht amüsiert. Er erschrak und verbrannte sich leicht mit dem Werkzeug. "Aua! Man, du hast mich voll erschrocken." "Sorry, wollte ich nicht. Willst du mir dann auch gleich die Haare machen?" "Klar, lass mich nur kurz kalten Wasser auf meine Stirn tun und dann komm ich wieder." Solange suchte ich Klamotten für den Tag und zog mich um, doch dann kam er plötzlich rein. "Ouh ouh, sorry, ich hätte.." "Schon okey", unterbrach ich ihn, "komm einfach rein." Ich zog mein Oberteil über den Kopf und stellte mich dann vor den Spiegel. "Okey, fang an." Er lachte und trat näher. Er glättete meine Haare und zu meinen Erstaunen machte er das wirklich gut. "Du machst das ja schon fast so gut wie ich. Woher?" "Hab Julia auch manchmal die Haare gemacht", sagte er mit einer traurigen Stimme. "Oh.. tut mir leid, dass ich das gefragt habe. Wie geht es dir eigentlich inzwischen nach der Sache?" Er glättete einfach meine Haare weiter und gab keine Antwort. Das war mein Zeichen, dass ich den Mund halten musste.
Nach 15 Minuten war er fertig und ich war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Ich drehte mich um und umarmte ihn: "Danke! Hast du super gemacht." Er lächelte und verließ dann still mein Zimmer. Ich stellte mich wieder vor den Spiegel und musste mich in Lichtgeschwindigkeit schminken, was glücklicherweise gut funktionierte. Um 7:05 war ich dann endlich fertig und musste nur noch meine Tasche vorbereiten. "Hast du deine Tablette genommen?", rief Tobias von unten. Sofort lief ich zu meiner Kommode, wo meine Medikamente waren. "Ja, jetzt. Danke!" Somit konnte ich mit meiner Tasche runter laufen und mir aus der Küche noch einen Apfel schnappen, den ich auf dem Weg essen wollte. "Gehen wir? Es wird Zeit", machte Tobias mir Stress. Ich nickte und zog ihn an seinem Arm nach draußen. Wir zogen uns noch schnell die Schuhe an und liefen langsam los. Er packte seine Zigaretten raus und fragte, ob ich auch eine wollte. Ich dachte kurz nach und nahm sie dann an. "Danke." Wir liefen relativ still nebeneinander zur S-Bahn und gingen dann hoch zum Bahnsteig. Oben trafen wir auf Franziska, Tamara und Sophia. "Hey Leute." Alle drei lächelten mich an und umarmten mich eine nach der anderen. "Ehm, alles okey? Seit wann so begeistert, wenn ihr mich seht?" "Keine Ahnung, wollten dir mal unsere Liebe zeigen." Ich lachte und da fiel es mir ein. Es war Valentinstag. 'Na toll, perfekt. Am Tag zuvor jemanden geküsst, aber am Valentinstag trotzdem single.' Dann fuhr zum Glück auch endlich die S-Bahn ein und in 10 Minuten waren wir an der Schule. Es dauerte keine 2 Minuten und schon erwischte ich mich dabei, wie ich Chris suchte. Ich sah ihn nirgends, aber die Mädels bemerkten, dass etwas nicht stimmte. "Was ist los? Suchst du deine Liebe?" Sie lachten, doch ich fand es nicht so lustig, eher traurig. Sofort ließen sie mich in Ruhe, nur Tobi sah mich an, denn er wusste genau, was los war. An seinem Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, dass es ihm nicht passte, aber irgendwie sah ich auch, dass er besorgt war. Dann gongte es und wir mussten in die Klassenzimmer. Ich hatte natürlich Erdkunde mit der dummen Lehrerin, die mich ständig anmaulen musste.
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