Samstag, März 26, 2016

Kapitel #53

Mein Kopf hatte so ziemlich ausgesetzt und ich konnte nicht mehr klar denken wegen diesem Mann. Er muss aber trotzdem bemerkt haben, dass ich etwas unsicher war. "Soll.. Soll ich aufhören? Ist alles ok?", sagte er leicht aus der Puste. "Was, wenn Janna nach Hause kommt?" "Geht es dir nur darum oder willst du einfach nicht? Du musst es mir sagen." Ich schüttelte den Kopf und entfernte mich etwas von ihm. "Es ist wirklich wegen ihr. Ich würde mich darauf einlassen können, wenn ich mir sicher wäre, dass sie uns nicht erwischt." Chris kam auf mich zu und legte seine Hand auf meine Wange. "Keine Angst. Sie kommt erst spät am Abend." Ich sah auf die Uhr, es war 19:20. Ich nickte und küsste ihn gleich wieder. Diesmal ließ ich es zu und ich schlief mit dem Mann, der mich die letzten Monate völlig aus dem Konzept brachte.
Ich war etwas erschöpft, aber schaute auf die Uhr, damit ich wusste, ob ich schon weg musste. Es war inzwischen 21 Uhr. Mein Kopf ruhte auf seiner Brust und ich spürte wie sich diese im Rhythmus auf und ab bewegte. Ich sah kurz zu ihm hoch und sah, dass er schlief. Deshalb versuchte ich mich leise aus dem Bett zu schleichen, um meine Kleidung zu suchen und diese dann anzuziehen. Es blieb bei dem Versuch, denn Christopher wurde wach und sah mich leicht verschlafen an. "Musst du schon weg? Das finde ich nicht so schön." Er kletterte aus dem Bett und ich musste währenddessen grinsen. "Es war wirklich sehr schön. Danke für den Abend, aber ich muss langsam nach Hause, nicht dass wir unglücklicherweise überrascht werden." Er gab mir einen Kuss auf meinen Kopf und antwortete: "Ich wünschte, du könntest diese Nacht hier bleiben. Auch ich fand es sehr schön." Ich drehte mich zu ihm um und gab ihm noch einen kurzen Kuss, bevor ich mir meine Jacke und meine Schuhe anzog und das Haus verließ. Beim Spaziergang nach Hause konnte ich an nichts anderes denken. Er war so zärtlich und liebevoll, aber es gefiel mir nicht, dass ich seine Affäre war. Ich wollte natürlich nicht, dass er sich meinetwegen von seiner Frau scheiden ließ, aber ich fühlte mich bei dem ganzen Versteckspiel nicht wohl.
Ich beeilte mich nicht nach Hause, weshalb es 21:15 war, als ich ankam. Tobi saß im Wohnzimmer auf der Couch und sah Fern. "Bist du es Chrissi?" "Ja, hey." Er sprang vom Sofa und kam zu mir, um mich zu umarmen. "Und, ist alles gut gelaufen?" Ich merkte selbst, dass ich nicht aufhören konnte zu grinsen, aber ich hätte nicht gedacht, dass er so schlau ist und den Gesichtsausdruck auch noch deuten konnte. "Habt ihr etwa...?", fragte er vorsichtig. Ich nickte und grinste weiter. "Einfach so?" "Was heißt einfach so? Das war so irgendwie die Entschädigung für heute Nachmittag." Er grinste nun auch, also schien er nicht sonderlich sauer oder so etwas in der Art. Währenddessen hatte ich mir die Schuhe ausgezogen und ließ Tobi unten alleine stehen. In meinem Zimmer schmiss ich zunächst meine Jacke auf mein Bett und dann mich noch dazu. Ich konnte immer noch nicht an etwas anderes denken. Es war so richtig schön und ja, ich war nun keine Jungfrau mehr. Ich liebte ihn wirklich und deshalb bereute ich den Abend auch kein Stück. 'Hoffentlich bereut er ihn auch nicht.' Irgendwann entschied ich mich dafür, dass ich duschen gehe und mich langsam bettfertig mache. Ich war wirklich sehr müde und erschöpft. Ich beeilte mich ein wenig, damit ich Chris noch eine Nachricht schreiben konnte, wo ich mich erneut für den Abend bedankte und ihm schrieb, dass ich hoffte, dass wir uns morgen in der Schule sehen. Natürlich meinte ich damit nicht als Paar, aber einfach so, dass ich ihn sehen konnte und er mir wieder ein paar Türen ins Gesicht hauen konnte. Dafür war er sehr gut gemacht. 

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