"Wieso bist du jetzt so eiskalt zu mir, Tobias?" Man hörte, dass ich den Tränen nah war, aber ich versuchte sie noch zurück zu halten. "Zuerst das mit Lukas und jetzt auch noch mit einem fremden älteren Mann? Ich kann langsam nicht mehr, Christina! Anscheinend bist du ganz schön begehrt." Jetzt konnte ich wirklich nicht mehr. "Du stellst mich gerade als Schlampe dar! Und außerdem steht keiner von ihnen auf mich! Herr Hints Frau hat mich eingeladen und ich wollte höflich sein und hab diese Einladung angenommen. Daran ist doch nichts Falsches!" Ich war traurig, verletzt und wütend. Alles auf einmal. 'Wie kann er mir so etwas unterstellen? Ok, das mit Lukas war wirklich merkwürdig, aber er hat sich ja auch nicht mehr gemeldet. Warum macht er aus so einer Mücke einen so großen Elefanten?' "Tobias, ich liebe dich! Nur dich, und das kann keiner ändern. Ich verstehe mich aber mit Herr Hint und seiner Frau so gut und wenn du sie näher kennen lernen würdest, würdest du mich verstehen." Tobias schaute mich endlich wieder an und auch seine Augen waren glasig. Von dem Moment an war mir Eines klar: Er liebte mich! Am Liebsten wäre ich ihm um den Hals gesprungen und hätte ihn getröstet, aber er machte keinen Anschein, dass er das wollte. "Wir brauchen eine Pause. Du kannst das Ticket für den Ballon behalten und mal schauen, ob wir es benutzen oder nicht." "Nein. Nein, nein nein! Tobias, tue mir das nicht an! Ich liebe dich und ich verspreche dir, dass ich sie nie wieder treffe, wenn du es willst." "Es geht hier nicht darum, was ich will, sondern was du willst und anscheinend willst du die Freundschaft und nicht unsere Beziehung. Es ist das Beste." Ich schüttelte nur den Kopf und weinte los. Mein Herz fühlte sich an, als würde ein Dolch durchgestochen werden. Ich versteckte mein Gesicht in meinen Händen, als ich spürte, wie sich die Matratze hochdrückte. Ich schaute hoch und sah wie Tobias das Zimmer verließ. Ich schmiss mich einfach seitlich auf mein Bett und weinte weiter. Ich versuchte mich zu beruhigen, aber das Weinen entwickelte sich zu einem Heulkrampf.
Nach einiger Zeit hatte ich mich ein wenig beruhigt und versuchte aufzustehen, um runter zu gehen. Ich wollte Tobias nicht gehen lassen, schließlich liebte ich ihn. Ich stolzierte also die Treppen runter und sah gerade noch, wie Tobi mit seiner Reisetasche das Haus verließ. Meine Tränen flossen weiter und dann kamen auch meine Eltern zu mir und drückten mich. "Was ist passiert, Kleines? Wieso ist er gegangen?" Ich wollte ihnen immer noch nichts von Herr Hint erzählen. Sie würden das sicher nicht besser aufnehmen als mein Freund. Oder sollte ich Ex-Freund sagen?
"Wir haben uns gestritten. Ich will noch nicht darüber reden." Sie sagten nichts mehr, sondern drückten mich nur noch stärker an sich. Diese Nähe brauchte ich in dem Moment.
Inzwischen sind 2 Stunden vergangen, in denen ich auf dem Sofa mit herangezogenen Knien saß. Meine Eltern versuchten noch einige Male mit mir darüber zu reden, aber ich wollte es nicht. Ich wollte mir selbst noch nicht einmal eingestehen, dass es mit Tobias wahrscheinlich zu Ende ist. Meine Tränen flossen und das Einzige woran ich denken konnte, war, dass ich einfach bescheuert war. Ich hätte doch nicht die Einladung annehmen sollen. 'Christopher hat alles kaputt gemacht.Wieso musste ich auch damals in ihn rein laufen? Dann würden wir uns wahrscheinlich nicht einmal kennen.' Ich schaute kurz auf die Uhr und sah, dass es inzwischen 17:45 war. Ich wischte mir noch einmal die Tränen weg, stand von der Couch auf und sagte noch: "Ich gehe mal hoch und räume mein Zimmer ein wenig auf."
Sichtwechsel: Tobias
Ich war total verwirrt. Ich wusste nicht einmal, ob ich traurig, verletzt oder wütend war, weil ich zu dem Zeitpunkt alles hätte sein können. Da hatte ich nun mein Reisetasche in der Hand und wusste nicht, wohin ich sollte. Ich schaute kurz auf die Uhr und es war erst 16:10 Uhr. 'Na toll, meine Eltern kommen erst um 18 Uhr am Bahnhof an. Solange muss ich noch herumlaufen und mich langweilen.' Ich zog aus meiner Tasche meine Zigarettenschachtel und ein Feuerzeug und zündete mir eine Kippe an. Ich schmiss meine Sachen einfach auf den Asphalt und setzte mich daneben. Ich brauchte Zeit zum Nachdenken und das funktionierte am Besten mit einer Zigarette. Ich musste über die letzten Geschehnisse nachdenken. Ich musste meine Gedanken ordnen, denn sie flogen kreuz und quer durch meinen Kopf. Ich wollte Christina zuhören und auch glauben, aber es ging einfach nicht. Zuerst davor das Treffen mit diesem Lukas und dann hat er auch noch angerufen. Und dann auch noch dieser Lehrer, mit dem sie eigentlich nichts zu tun hatte. 'Geht man einfach so zu einem fremden Menschen nach Hause? Auch wenn es eine Einladung zum Essen war. Ich liebe sie doch, warum tut sie mir das an und lässt mich so viel über andere Männer grübeln?' Wie das schon klang, andere Männer. Das klang so, als würde sie Ältere bevorzugen. Vielleicht tat sie das auch, das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Ich qualmte die Kippe zu Ende, aber blieb dort sitzen. Einige Passanten liefen an mir vorbei und schauten mich natürlich dumm an, aber mir machte das nichts aus. Dann sah ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Pärchen vorbeilaufen. Der Mann sah wie Herr Hint aus und die Frau an seiner Seite musste seine Frau sein. Aber als ich einmal blinzelte sah der Mann komplett anders aus, also musste ich ihn mir eingebildet haben. 'Er steckt also auch schon in meinen Gedanken fest, na großartig.' Dieses Mal stand ich auf und ging weiter in Richtung meiner Wohnung. Ich kam nach etwa 20 Minuten laufen dort an und zog meine Hausschlüssel aus der Tasche, um einzutreten. Komischerweise lagen neben der Wohnungstür die Schuhe meiner Eltern, aber nicht die meiner Adoptivschwester. Ich sperrte die Tür auf und sah einen großen Koffer im Flur stehen - meine Eltern waren schon da. Ich trat ins Wohnzimmer und fand meine Mutter tränenaufgelöst auf der Couch sitzen und mein Vater saß neben ihr und strich ihr über den Rücken.
Inzwischen sind 2 Stunden vergangen, in denen ich auf dem Sofa mit herangezogenen Knien saß. Meine Eltern versuchten noch einige Male mit mir darüber zu reden, aber ich wollte es nicht. Ich wollte mir selbst noch nicht einmal eingestehen, dass es mit Tobias wahrscheinlich zu Ende ist. Meine Tränen flossen und das Einzige woran ich denken konnte, war, dass ich einfach bescheuert war. Ich hätte doch nicht die Einladung annehmen sollen. 'Christopher hat alles kaputt gemacht.Wieso musste ich auch damals in ihn rein laufen? Dann würden wir uns wahrscheinlich nicht einmal kennen.' Ich schaute kurz auf die Uhr und sah, dass es inzwischen 17:45 war. Ich wischte mir noch einmal die Tränen weg, stand von der Couch auf und sagte noch: "Ich gehe mal hoch und räume mein Zimmer ein wenig auf."
Sichtwechsel: Tobias
Ich war total verwirrt. Ich wusste nicht einmal, ob ich traurig, verletzt oder wütend war, weil ich zu dem Zeitpunkt alles hätte sein können. Da hatte ich nun mein Reisetasche in der Hand und wusste nicht, wohin ich sollte. Ich schaute kurz auf die Uhr und es war erst 16:10 Uhr. 'Na toll, meine Eltern kommen erst um 18 Uhr am Bahnhof an. Solange muss ich noch herumlaufen und mich langweilen.' Ich zog aus meiner Tasche meine Zigarettenschachtel und ein Feuerzeug und zündete mir eine Kippe an. Ich schmiss meine Sachen einfach auf den Asphalt und setzte mich daneben. Ich brauchte Zeit zum Nachdenken und das funktionierte am Besten mit einer Zigarette. Ich musste über die letzten Geschehnisse nachdenken. Ich musste meine Gedanken ordnen, denn sie flogen kreuz und quer durch meinen Kopf. Ich wollte Christina zuhören und auch glauben, aber es ging einfach nicht. Zuerst davor das Treffen mit diesem Lukas und dann hat er auch noch angerufen. Und dann auch noch dieser Lehrer, mit dem sie eigentlich nichts zu tun hatte. 'Geht man einfach so zu einem fremden Menschen nach Hause? Auch wenn es eine Einladung zum Essen war. Ich liebe sie doch, warum tut sie mir das an und lässt mich so viel über andere Männer grübeln?' Wie das schon klang, andere Männer. Das klang so, als würde sie Ältere bevorzugen. Vielleicht tat sie das auch, das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Ich qualmte die Kippe zu Ende, aber blieb dort sitzen. Einige Passanten liefen an mir vorbei und schauten mich natürlich dumm an, aber mir machte das nichts aus. Dann sah ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Pärchen vorbeilaufen. Der Mann sah wie Herr Hint aus und die Frau an seiner Seite musste seine Frau sein. Aber als ich einmal blinzelte sah der Mann komplett anders aus, also musste ich ihn mir eingebildet haben. 'Er steckt also auch schon in meinen Gedanken fest, na großartig.' Dieses Mal stand ich auf und ging weiter in Richtung meiner Wohnung. Ich kam nach etwa 20 Minuten laufen dort an und zog meine Hausschlüssel aus der Tasche, um einzutreten. Komischerweise lagen neben der Wohnungstür die Schuhe meiner Eltern, aber nicht die meiner Adoptivschwester. Ich sperrte die Tür auf und sah einen großen Koffer im Flur stehen - meine Eltern waren schon da. Ich trat ins Wohnzimmer und fand meine Mutter tränenaufgelöst auf der Couch sitzen und mein Vater saß neben ihr und strich ihr über den Rücken.
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