Ich liebte Tobias natürlich. Er machte mich immer so glücklich und ich hatte ihn verletzt. 'Ich verstand das mit Lukas, denn er war echt komisch mir gegenübe, aber wieso Christopher? Genau wegen ihm hätte sich Tobi überhaupt gar keine Sorgen machen müssen.' Genau als ich den Gedanken aussprach, lief ich an Herr Hints Haus vorbei. Es war dieses riesige Haus, in dem wahrscheinlich 50 Leute hätten leben können. Frau Hint stand mit einem Regenschirm draußen im Garten und suchte etwas im Gras. "Kann ich dir helfen?", fragte ich höflich. Sie erschrak und drehte sich hektisch in meine Richtung. "Ach, du bist es Christina. Nein, danke." Sie widmete sich wieder ihrer Suche, ohne zu lächeln. Irgendetwas musste sie gegen mich gehabt haben. Ich wollte meine 'Reise' fortsetzen, als Christopher durch die Terassentür kam und seiner Frau ein Glas Wasser brachte. Er sah mich außen stehen und lächelte mich sofort an. "Chrissi, hallo. Was machst du hier?" "Bin zufällig hier vorbei gekommen und hab gesehen, dass Janna etwas sucht. Wollte ihr helfen, aber anscheinend braucht sie meine Hilfe nicht." Er sah Janna verwirrt an und seufzte dann. "Hast du etwa schon wieder deinen Ring verloren? Das passiert dir aber ganz schön oft, Schatz", sagte er zu ihr und man sah ihr die Röte ins Gesicht steigen. "Das Tor ist offen. Du kannst gerne reinkommen", bot Chris mir an, aber irgendwie traute ich mich nicht, also lehnte ich ab. Er schaute etwas enttäuscht und kam deshalb auf mich zu. "Ist alles in Ordnung? Du schaust etwas ... traurig und auch leicht ängstlich." Ich schaute zu Janna, die hinter ihm die Augen verdrehte. "Ja, alles gut. Ich muss jetzt Heim. Tschüss!" Ich lief schnell zurück in die Richtung, aus der ich kam und war auch schon bald wieder Zuhause. Mi fiel ein, dass ich meinen Schlüssel vergessen hatte und klingelte deshalb an der Haustür. Mein Vater öffnete die Tür und sah mich verwirrt und besorgt an. "Da bist du ja endlich! Wo warst du? Und warum riechst du nach Rauch?" 'Verdammt, ich hab vergessen etwas Parfüm mitzunehmen.' "Ich musste an die Luft. Mir fällt sonst die Decke auf den Kopf." "Weinend?" Ich nickte und ging an ihm vorbei, um in die Küche zu gehen. Ich suchte im Kühlschrank etwas zum Essen, obwohl ich keinen Hunger hatte. Ich schnappte mir einen Apfel und nahm ihn in mein Zimmer hoch, wo meine Mutter immer noch auf meinem Bett saß. "Mama? Was machst du noch hier?" "Schatz? Oh endlich bist du wieder da. Es tut mir leid wegen Tobias. Ich hätte nicht so taktlos sein sollen, schließlich liebst du ihn natürlich noch." Ihre Augen sahen verheult aus und auch mir kamen fast die Tränen, als plötzlich das Haustelefon klingelte. Es war eine unbekannte Nummer. "Hallo, ich bin's." Ich erkannte seine Stimme, aber ich wollte nicht seinen Namen sagen. Jedenfalls nicht vor meiner Mum. "Hey, warte gleich." Ich rannte mit dem Telefon runter in die Küche und machte die Tür zu. Ich versicherte mich noch einmal, dass niemand vorbei lief und antwortete dann: "Hallo, Christopher. Woher hast du meine Nummer?" "Ich hab mir mal deine Akte in der Schule angesehen und das stand sie natürlich drinnen. Und nein, ich bin kein Stalker oder so." Ich kicherte kurz. "Ist denn deine Frau nicht da?" "Nein, sie ist noch im Garten. Ich wollte mich für sie entschuldigen, dass sie so unhöflich war. Ich habe keine Ahnung, was sie heute hat. Aber jetzt sag mal, warum hast du so traurig geschaut?" Ich überlegte kurz, denn eigentlich wollte ich Chris nicht mit meinen Problemen vollquatschen, aber das hatte ich ja schon einmal, also fand ich es nicht so schlimm, ihm von der Trennung zu erzählen. Nur die Gründe wollte ich für mich behalten. "Tobi und ich haben uns heute getrennt. Naja und da geht es Einem natürlich nicht so gut." "Oh nein, aber warum?" "Chris, das würde ich gerne für mich behalten. Aber es war ehrlich gesagt zwar ein Grund, um Schluss zu machen, aber der Grund stimmte nicht. Jedenfalls nicht vollständig." "Wenn du darüber reden willst, weißt du ja, wie du mich erreichen kannst. Meine Nummer hast du jetzt ja auch und wo ich wohne, weißt du ja auch." Ich lächelte ins Telefon hinein, weil Chris so unglaublich süß war. "Danke, das weiß ich zu schätzen, Chris. Und die Sache wegen Janna ist egal. Wen du trotzdem mal weißt, was sie gegen mich hat, kannst du es mir gerne sagen." "Aber warum gegen dich?", fragte er erstaunt, "sie ist schon den ganzen Tag so zickig, also liegt es nicht an dir." "Ja egal. Ich muss auflegen, bis dann." "Bye, Christina." Ich legte auf und schaute noch einmal auf die Nummer von ihm, bevor ich die Küche verließ. Ich öffnete die Tür und vor mit stand meine Mutter. 'Sie hat jetzt aber nicht zugehört oder?', fragte ich mich erschrocken. "Mama, was wartest du hier vor der Tür?" "Auf dich! Wer ist Chris? Ist das etwa ein Neuer?" Ich schaute sie böse an, weil sie wusste, dass ich es nicht mochte, wenn sie meine Gespräche belauschte. "Nein Mama! Er ist ein guter Freund, der mir zuhört und hilft! Was hörst du mir überhaupt zu? Du weißt, wie sehr ich das hasse!", schrie ich meine Mama an. Sie schrak zurück und ich rannte mit dem Telefon in mein Zimmer hoch. Dort verkroch ich mich den restlichen Tag und auch um 21 Uhr hatte ich mein Zimmer noch kein Mal verlassen. Stattdessen saß ich am Laptop, hörte Musik und bearbeitete meinen Tumblr-Blog. Tumblr war zur Zeit eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, weil es mich immer beruhigte und ich durch Bilder meine Launen ausdrücken konnte.
Um 22 Uhr schaute ich noch einmal auf die Uhr und beschloss den PC auzuschalten. Ich ging in mein Bad, um mich zu duschen und allgemein für das Bett fertig zu machen und um 23 Uhr war ich komplett fertig. Ich war noch nicht müde, aber dafür hatte ich hunger. Ich wollte gerade mein Zimmer verlassen, da kam mir der Gedanke: 'Nein! Du bleibst oben und legst dich lieber schlafen, anstatt jetzt noch etwas zu essen.' Und so legte ich mich hin und wurde auch immer müder, bis ich endlich einschlief.
Um 22 Uhr schaute ich noch einmal auf die Uhr und beschloss den PC auzuschalten. Ich ging in mein Bad, um mich zu duschen und allgemein für das Bett fertig zu machen und um 23 Uhr war ich komplett fertig. Ich war noch nicht müde, aber dafür hatte ich hunger. Ich wollte gerade mein Zimmer verlassen, da kam mir der Gedanke: 'Nein! Du bleibst oben und legst dich lieber schlafen, anstatt jetzt noch etwas zu essen.' Und so legte ich mich hin und wurde auch immer müder, bis ich endlich einschlief.
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